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Jahresprogramm 2016/2017


1   Zwitscher-Maschine
    Sonntag, 25. September 2016, 20:30

2   North of North
    Donnerstag, 29. September 2016, 20.30

3   Mirror Box
    Freitag, 13. Januar 2017, 20.30

4   Global Corrosion
    Dienstag, 7. Februar 2017, 20.30

5   Zwei Tage Strom
    Freitag, 2. Juni 2017, Samstag, 3. Juni



1

Sonntag, 25. September 2016, 20:30
Orgelsaal der ZHdK, Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 96, 8005 Zürich
7. Etage, Raum 7.K06
rudigermeyer.com, mondrianensemble.ch, zhdk.ch

Zwitscher-Maschine

Rudiger Meyer: Zwitscher-Maschine
eine Twitter-Oper (2013–15) 

 

Irina Ungureanu (Sopran)
 

Mondrian Ensemble:
Ivana Pristašová (Violine)
Petra Ackermann (Viola)
Karolina Öhman (Violoncello)
Tamriko Kordzaia (Klavier) 

Die 'Zwitscher-Maschine' für Klavierquartett, Sopran und Twitter-Feed schrieb der Komponist Rüdiger Meyer (*1968) für das Mondrian Ensemble. Im Zentrum der Performance stehen rund 120 Tweets, die während etwas mehr als einer Dreiviertelstunde musikalisch umgesetzt werden. Die Kurztexte stammen aus News-Feeds, Blogs, digitalen Archiven, von Websites und von Twitter selbst und ergeben eine Art Abbild des Internets. Das «Libretto» wird in Echtzeit getweetet. Das Publikum kann die Kurznachrichten auf dem Smartphone verfolgen. Es entsteht damit zum einen eine sehr persönliche Form von Untertiteln, zum anderen eine neue Beziehung zwischen der Welt der digitalen Kommunikation und der analogen Aufführungspraxis.

Mit freundlicher Unterstützung der Danish Arts Foundation.



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2

Donnerstag, 29. September 2016, 20.30
Kunstraum Walcheturm, Kanonengasse 20, 8004 Zürich
magdamayas.jimdo.com, stinkler.com, anthonypateras.com, www.walcheturm.ch

North of North

Magda Mayas (Klavier) 


North of North:
Scott Tinkler (Trompete), Erkki Veltheim (Violine), Anthony Pateras (Klavier) 

Zuletzt 2008 bei der ignm zürich zu Gast, kehrt der australische Pianist Anthony Pateras diesmal mit North of North zurück. In dem 2015 gegründeten Trio führt er mit Trompeter Scott Tinkler und Violinist Erkki Veltheim eine weite Spannbreite zeitgenössischer Musikgenres und -stile in den Kontext komplett improvisierten Materials über. Heraus kommen dabei Echtzeit-Kompositionen zwischen freudvollem Pointillismus, berauschendem rhythmischem Zusammenspiel und satten Meta-Sound-Wänden.

Das erste Set bestreitet die Pianistin Magda Mayas (*1979). Ihr Materialvokabular entwickelt sie sowohl aus dem Inneren wie dem Äusseren des Klavierkörpers, aus dem Einsatz von Präparationen und Objekten. Dabei entstehen Soundcollagen, die sich an Klangtextur und Linearität gleichermassen orientieren können. Das Online-Magazin African Paper attestiert Mayas denn auch, dass ihr Instrument «nur gelegentlich überhaupt wie ein Piano klingt, und doch sind die falschen Fährten, die sie mit oder ohne Absicht legt, so faszinierend, dass sie immer wieder zum kindlichen Instrumenteraten verführen».

Dieses Projekt wird unterstützt durch das Australia Council for the Arts (arts funding & advisory body) der australischen Regierung.



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3

Freitag, 13. Januar 2017, 20.30
Kunstraum Walcheturm, Kanonengasse 20, 8004 Zürich
trio-accanto.com, www.walcheturm.ch

Mirror Box

Martin Schüttler: Xerox studies b (2003, Uraufführung der Neufassung 2016), für Altsaxophon, Klavier und Schlagzeug
Walter Zimmermann: As I was walking I came upon chance (2008), für Tenorsaxophon, Klavier und Schlagzeug
Aldo Clementi: Tre Ricercari (2000), für Altsaxophon, Klavier und Celesta
Stefan Prins: Mirror Box (Flesh+Prothesis #3) (2014), für Sopran- und Tenorsaxophon, Klavier und Schlagzeug und Elektronik 

Trio Accanto:
(Saxophon), Nicolas Hodges (Klavier), Christian Dierstein (Schlagzeug) 

Seit 1994 etabliert und erweitert das Trio Accanto das Repertoire für die Besetzung Saxophon, Klavier, Schlagzeug in der zeitgenössischen Musik. Mit dem Programm Mirror Box stellt es zwei rein akustische Stücke Werken gegenüber, die elektronische Mittel auf verschiedene Art verwenden. Aldo Clementis 'Tre Ricercari' eröffnen das Programm mit quasi zeitlosem Kontrapunkt und heben dabei die schwierige Mischbarkeit der Klangfarben des Trios durch einfache Strenge der Wiederholung auf. Walter Zimmermanns 'As I was walking I came upon chance' ist ein Stück über das Gehen, über gelebte Zeit: «As I was walking / I came upon / chance walking / the same road upon.» (Robert Creeley)

Die Frage nach musikalischer Identität ist bei 'Mirror Box' (Flesh+Prothesis #3), wie in vielen Werken von Stefan Prins, an Fragen nach Körper und Fremdkörper gebunden. Das Bild des bei Amputationen benutzten Spiegelkastens, der helfen soll, Phantomschmerzen zu verhindern, wird hier musikalisch verwendet im mehrfach verschränkten Einsatz des Live-Klanges, dessen auskomponierter Transformation und Dekonstruktion. Martin Schüttler schreibt zu 'xerox':«Die technische Reproduzierbarkeit hat die Kunst im 20. Jahrhundert verändert wie kaum eine andere Erfindung. Fragen nach Original und Kopie, nach Fälschung, Differenz, nach Echtheit usw. mussten fundamental neu gestellt werden ... Vielleicht hat sich das Verhältnis von reproduziertem Klang und Live-Klang inzwischen umgekehrt? Dann wäre der unveränderte Instrumentalklang heute die Fälschung ihrer wahrgewordenen Imitate.»



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4

Dienstag, 7. Februar 2017, 20.30
Kunstraum Walcheturm, Kanonengasse 20, 8004 Zürich
ensemblenikel.com, www.walcheturm.ch

Global Corrosion

ENSEMBLE NIKEL

Oliver Thurley: whose veil remains inscrutable (2014), für Saxophon, E-Gitarre, Schlagzeug und Klavier
José María Sánchez Verdú: Oxide (2011), für Saxophon, E-Gitarre, Schlagzeug und Klavier
Elena Rykova: 101% mind uploading (2015),  für drei Performer, Klavier, Objekte und Schlagzeug
Philippe Hurel: Global Corrosion (2016), für Saxophon, E-Gitarre, Schlagzeug und Klavier 

Ensemble Nikel:
Patrick Stadler (Saxophon), Yaron Deutsch (E-Gitarre), Brian Achinal (Schlagzeug), Antoine Françoise (Klavier) 

Das Ensemble Nikel feiert sein 10-jähriges Bestehen und macht aus gegebenem Anlass Bestandsaufnahme in vielseitiger Form: Von der ruhigen Taktilität der Arbeiten von José María Sánchez Verdúa S und Oliver Thurley über die theatralische Betriebsamkeit, die die Essenz von Elena Rykovas Klangwelt bildet, bis hin zum physisch-virtuosen Charakter von Philippe Hurels Musik führt Nikel mit diesem Programm auf eine Tour de Force in seine eigene musikalische DNA. Pünktlich zu seinem Geburtstag bringt das Quartett um den israelischen E-Gitarristen Yaron Deutsch Hurels neues Werk 'Global Corrosion', das der französische Komponist eigens für die Formation geschrieben hat, mit und weiht einen audiovisuellen Querschnitt durch seine junge Geschichte in Form einer Multimedia-Box ein.



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5

Freitag, 2. Juni 2017, Samstag, 3. Juni
Kunstraum Walcheturm, Kanonengasse 20, 8004 Zürich
2tagestrom.ch, www.walcheturm.ch

Zwei Tage Strom

Freitag, 2. Juni 2017, 20.00 h
Luke Fowler: A Grammar for Listening
Ignaz Schick & Thomas Lehn
Bérangère Maximin 


Samstag, 3. Juni 2017, 20.00 h
Eric La Casa
Hildegard Westerkamp
Ensemble This - Ensemble That / Peter Ablinger
Francisco Lopez


Einzeleintritt 30 / 20
Festivalpass 50 / 40
Abendkasse und Barbetrieb ab 19.00 h 

PHONOGRAPHIES

Zwei Tage Strom zum Dritten: nach 2013 und 2015 widmen wir uns in der diesjährigen Ausgabe des Festivals wiederum den turbulenten Strömen aktueller elektronischer Musik. Unter dem Titel Phonographies leihen wir den vielfältigen Formen klanglicher Abbildungen und Aneignungen von Aussenwelten ein Ohr, wobei das, was gemeinhin als Field Recording bezeichnet wird – die Aufzeichnung akustischer Umgebungen – nur eine Möglichkeit darstellt: zwischen den subtil poetischen Aufnahmen einer Hildegard Westerkamp und den immersiven Klangräumen eines Francisco López, zwischen der Übertragung von Regengeräuschen auf ein Schlagzeugensemble bei Peter Ablinger und der aus der Tradition der Musique Concrète herkommenden Musik Bérangère Maximins liegen tatsächlich Welten. Erweitert wird das Musikprogramm mit dem 16mm-Film-Zyklus A Grammar for Listening des britischen Filmemachers und Musikers Luke Fowler. Entstanden in Kooperation mit den Klangkünstlern Lee Patterson, Toshiya Tsunoda und Eric La Casa, der beim Festival auch live auftreten wird, loten die drei Teile des Zyklus je unterschiedliche Bezugnahmen aus zwischen Hören und Sehen, zwischen Bild und Ton, zwischen Abbild und Wirklichkeit(en).



Kooperation Zeit Tage Strom und ignm zürich

Mit freundlicher Unterstützung von ICST/ZHdK, Stadt Zürich, Kanton Zürich, Fondation Nestlé pour l’Art, Migros Kulturprozent